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< Beitrag von Annette Ratmann

Weltfrauentag 2020: Mut zum Ausprobieren als Schlüsselkompetenz

Auch am Weltfrauentag 2020 sind Frauen in technischen Berufen noch immer in der Minderheit. Das ist selbst auf der Schnittstelle von IT- und Fachabteilung so. Im ORBIT-Interview zum Weltfrauentag 2020 berichtet Miriam Stuhlmacher, seit 7 Jahren Consultant bei ORBIT, über ihr Arbeitsgebiet, ihren Werdegang und ihre Erfahrungen im Projekt- und Berufsalltag. Am Schluss des Gespräches hat sie noch einen Tipp für junge Mädchen, die auf der Suche sind nach einem ebenso interessanten wie zukunftsträchtigen Beruf!

Im Gespräch: Miriam Stuhlmacher und Annette Ratmann

Miriam, du bist seit vielen Jahren als Consultant bei ORBIT aktiv. Kannst du dein Arbeitsfeld kurz beschreiben?

Miriam: Ich bin in meinem Team hauptverantwortlich für das Thema IT Service Management (ITSM), d. h. neben der Beratung unserer Kunden kümmere ich mich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen um vertriebliche Aktivitäten, die strategische Ausrichtung, die Entwicklung von Geschäftsfeldern und die Zusammenarbeit mit unserem Partner Matrix42. Unsere Kunden berate ich außerdem, wenn es um die Themen Change Management und New Work geht.

Miriam Stuhlmacher, ORBIT-Consultant

Du arbeitest bei einem IT-Unternehmen. Ist es immer noch so, dass du mehr Kollegen hast als Kolleginnen?

Miriam: Grundsätzlich sind es tatsächlich eher mehr Kollegen, vor allem in den IT-Abteilungen und überall dort, wo technische Fragen im Vordergrund stehen. Aber allmählich verändert sich etwas, und so ist z. B. bei ORBIT das Bild wesentlich ausgeglichener.

Auf welchem Ausbildungsweg bist du zu deinem Beruf gekommen?

Miriam: Ich habe einen Bachelor-Abschluss im Fach Informationswirtschaft. Dieses Studium hatte durchaus auch eine technische Seite – so mussten wir z. B. Datenbanken programmieren. Aber jenseits meines Studiums bin ich eine Anhängerin des „lebenslangen Lernens“. Da sich meine Arbeitsgebiete so rasant entwickeln, wie die technischen Möglichkeiten wachsen, bleibt mir auch gar nichts Anderes übrig. Aktuell schreibe ich – berufsbegleitend – an meiner Masterarbeit zum Thema „Innovationsmanagement“.

Welche Rolle spielt das Thema „Technik“ in deinem Berufsalltag?

Weltfrauentag 2020: Annette Ratmann, ORBIT-Marketing
Annette Ratmann, ORBIT-Marketing

Miriam: Wenn unsere Kunden ein neues Tool einführen wollen oder wenn eine System-Modernisierung ansteht, dann ist ein technisches Grundverständnis natürlich unabdingbar und vor allem auch die Bereitschaft, sich immer wieder engagiert auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Genauso wichtig sind aber kommunikative Kompetenzen: Die Technik ist immer nur Mittel zum Zweck. Deshalb ist eine technologische Veränderung im Unternehmen nur dann wirklich erfolgreich, wenn die Fachabteilungen miteinbezogen werden. Dabei gilt es, die Anforderungen des Business möglichst klar und vollständig zu formulieren, aber auch die Arbeitsprozesse und -routinen kritisch zu beleuchten. Hier nehme ich als Beraterin ganz häufig eine Schnittstellenfunktion zwischen der IT- und der Fachabteilung ein.

Kannst du sagen, wie für dich der ideale Verlauf eines IT-Projektes aussieht?

Miriam: Ein Projekt ist das Gegenteil von Routinearbeit. Deshalb gibt es jenseits von „in scope, in time, in budget“ kaum so etwas wie einen „idealen“ Verlauf. Im Projekt wichtig sind mir aber 3 Aspekte: Das ist einmal die intensive Kommunikation zwischen IT- und Fachabteilung und außerdem eine Roadmap, die ein schrittweises Vorgehen ermöglicht, ohne dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Augen zu verlieren. Und schließlich: Unterwegs im Projekt sollte es immer mal ein Innehalten geben, um zu prüfen, ob alle noch „in der Spur sind“. Also lieber ein kontinuierlicher Review-Prozess, der frühzeitige Korrekturen ermöglicht, als das große „Lessons Learned“, wenn das Projekt schon gelaufen ist.

ORBIT beteiligt sich ja jedes Jahr am Girls‘ Day, um Mädchen einen Einblick in technische Berufe zu vermitteln. Hast du einen Tipp für Mädchen, die sich Gedanken über ihren Berufsweg machen?

Miriam: Vielleicht ist es immer noch so, dass Mädchen technische Berufe eher weniger attraktiv finden. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen: Der Satz „Ich kann das nicht!“ ist hinfällig, solange ich etwas nicht selber ausprobiert habe. Wichtig ist der Mut, auch die Dinge auszuprobieren, die einen nicht auf Anhieb ansprechen oder die einem als „unmöglich“ suggeriert werden. Für mich ist dieser Mut eine Art Schlüsselkompetenz, durch die ich echte Entdeckungen gemacht habe.

Eine letzte Frage: Was fasziniert dich nach all den Jahren noch immer an deinem Beruf?

Miriam: Ganz klar, die Vielseitigkeit. Es wird nie langweilig, weil ich jeden Tag etwas Neues dazulerne!

Miriam, vielen Dank für das Gespräch zum Weltfrauentag 2020!

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Kategorie: ORBIT | Schlagwörter: | Kommentare: 0

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