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< Beitrag von Miriam Stuhlmacher

Virtuelle Teams stecken sich nicht an

Zur Ankunft des Coronavirus in Deutschland gibt es die unterschiedlichsten Meinungen und Reaktionen. Die einen hamstern, die anderen warten ab und die nächsten prophezeien einen enormen wirtschaftlichen Schaden. Auf allen Kanälen wird über das Virus berichtet. Die mediale Pandemie befeuert Sprechchöre, die wiederum zu großer Unsicherheit und Sorge führen.

Ob berechtigt oder unberechtigt, möchte ich an dieser Stelle nicht bewerten, da es nicht Gegenstand dieses Beitrags sein soll.

Virtuelle Teams statt Coronavirus
Photo by Gonard Sikkema on Unsplash

Vielmehr geht es um die Tatsache, dass wir im Zuge der Digitalisierung regelmäßig vom „Mega-Trend“ der virtuellen Teams sprechen. Wir beschäftigen uns regelmäßig mit den Vor- und Nachteilen, den kulturellen Veränderungen in Unternehmen oder auch dem nötigen Invest, den virtuelle Teams für unsere Unternehmen bedeuten.

In seltenen Fällen berücksichtigen wir bei der Betrachtung den Eintritt eines Katastrophenfalls, der verhindert, dass wir in Präsenz arbeiten. Aus Service-Management-Perspektive ein schweres fachliches Versäumnis. Das Coronavirus führt zum jetzigen Zeitpunkt wohl bei den allerwenigsten deutschen Unternehmen zum K-Fall und doch wird gerade eines deutlich:

Unternehmen, die bereits virtuelle Teams etabliert haben, sind jetzt reaktionsfähig ohne Business-Beschränkungen.

Schnell und einfach (zusammen-)arbeiten

Der Erfolg von virtuellen Teams hängt nicht zuletzt an der Funktionalität des Tools. Bei der Frage nach dem richtigen Tool kommt man nicht an Microsoft Teams vorbei. Teams vereint Chat, Online-Besprechungen, Telefonie, Dateiverwaltung und einen Projektbereich in einer Oberfläche. Das vereinfacht die Kommunikation, Daten können einfach freigegeben und Kontakte über Änderungen informiert werden. Die Suche nach Inhalten oder auch die Wiederaufnahme von Unterhaltungen sind möglich.

Abgesagte Präsenz-Meetings oder Dienstreisen sind dank Videotelefonie kein Problem. Kurze Dienstwege bleiben mittels Chat-Funktion und gemeinsame Projektarbeit durch gemeinsame Channels erhalten. Das alles sind Funktionalitäten, die die Arbeit in virtuellen Teams unterstützen.

Trotzdem gibt es Parameter über die Technologie hinaus:

Der Rahmen für virtuelle Projekte und Teams muss klar und strukturiert sein

  • Jedes Projekt braucht sein eigenes, abgestimmtes Umfeld: Also einen Ort, an dem alle erforderlichen Informationen und auch die Historie abrufbar sind.
  • Prioritäten müssen klar kommuniziert werden: Jedes Teammitglied sollte in die Lage versetzt werden, fokussiert zu arbeiten und sich nicht in der digitalen Informationsflut zu verirren.
  • Virtuelle Teams brauchen Transparenz über ihre Produktivität: Die Transparenz über Arbeitsergebnisse unterstützt das Teamgefüge, kann aber auch Abhilfe bei Engpässen schaffen.
  • Eine geeignete Auswahl der Kommunikationskanäle: Der Chat sollte zum Beispiel dazu dienen, kurzfristige Fragen zu beantworten. 
  • Videotelefonie statt Präsenz-Meeting: Die virtuelle Zusammenarbeit funktioniert erheblich besser, wenn wir in unserer Kommunikation auch den nonverbalen Teil wie Mimik oder Gestik mit einbeziehen können.
  • Möglichkeiten zur informellen Kommunikation innerhalb des Teams: Informelle Kommunikation stärkt das Vertrauen und fördert damit auch die Zusammenarbeit.

Fazit

Trotz aller Technik und auch Einigkeit gegenüber virtuellen Teams ist kritisch hinzuzufügen, dass sie die persönliche Kommunikation nicht vollständig ersetzen. Aber in modernen Zeiten mit globaler Vernetzung sind sie ein probates Mittel gegen Ansteckung.

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Kategorie: Unified Communication | | Kommentare: 0

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