single.php
< Beitrag von Marc Muellenbach

Exchange Server 2010: Support verlängert

Ursprünglich sollte der Support für Exchange Server 2010 am 14.01.2020 enden. Aber nun hat Microsoft den Support bis zum 13.10.2020 verlängert, weil es noch so viele aktive Installationen gibt und weil aktuell noch so viele Unternehmen mit der Migration beschäftigt sind.

Wie bereits angekündigt, gibt es eine ganze Reihe von Produkte, die im nächsten Jahr den Status „End of Life“ erreichen. Die folgende Tabelle verschafft Ihnen einen Überblick über den Lebenszyklus gängiger Microsoft-Produkte:

ProduktStart LebenszyklusEnde Basis-SupportEnde erweiterterter Support
Windows Server 2008 Enterprise/Datacenter06.05.2008   —02.07.2011
Windows Server 2008 R2 Enterprise/Datacenter22.10.2009   —09.04.2013
Windows Server 2008 R2 Enterprise/Datacenter mit
Service Pack 1
22.10.2009   —14.01.2020
Windows 7 Professional22.10.2009   —   —
Windows 7 Professional
mit Service Pack 1
22.02.201113.01.201514.01.2020
Exchange Server 201009.11.2009   —11.10.2011
Exchange Server 2010
mit Service Pack 3 *
12.02.201303.01.201513.10.2020

Servicepacks 1 & 2 wurden der besseren Übersicht halber nicht mit aufgeführt. Das Support-Ende von Exchange Server 2010 wurde aktualisiert.

Alles eine Frage der Sicherheit

Auch wir treffen bei unseren täglichen Kundeneinsätzen immer wieder Installationen der Produkte an, deren Support 2020 endet. Außerdem erreichen uns in letzter Zeit auch immer wieder Fragen wie diese:

  • Müssen wir das Support-Ende ernstnehmen?
  • Gibt es tatsächlich einen Handlungsbedarf?
  • Kann das wirklich gefährlich werden?
  • Soll ich aktiv werden?

Alle 4 Fragen lassen sich kurz und bündig mit „Ja!“ beantworten. Denn Produkte, für die es keine Sicherheitsupdates mehr gibt, stellen ein beträchtliches Sicherheitsrisiko dar. Das bedeutet nicht, dass diese Software-Installationen sofort ihren Dienst verweigern. Aber allein die Tatsache, dass Microsoft keine sicherheitsrelevanten Patches mehr liefert, geht einher mit einem deutlich höheren Risiko für den Betrieb dieser Produkte.

Wie lange Produkte mit fehlendem Support tatsächlich noch in Betrieb sein können, zeigt ein erst im letzten Jahr deinstallierter Microsoft Exchange Server 2003, der klaglos seinen Dienst verrichtet hat. Und das obwohl dieser Exchange Server auf einem bereits abgekündigten Betriebssystem, Windows Server 2003 R2, installiert war. Enddatum für den erweiterten Support für das Betriebssystem war der 14.04.2009 und für den Exchange Server 2003 am 08.04.2014. In diesem Fall ist zum Glück nichts passiert, aber dieses Beispiel aus der Praxis sollte keineswegs Schule machen!

Warum ist es so wichtig Windows up to date zu halten?

Immer wieder hören Sie in den Nachrichten von Attacken auf Millionen von PCs, und immer wieder sind auch namhafte Firmen davon betroffen. Die Frage ist also nicht: „Werde auch wir davon betroffen sein?“, sondern, „Wann trifft es auch uns?“ Schon allein aus diesem Grund ist es essentiell, das Betriebssystem und die installierte Software auf dem aktuellen Stand zu halten – sei es ein Exchange Server, sei es auch nur der Adobe Reader.

Auch hören wir immer wieder, dass die monatlich mit den Windows Updates verteilten Patches „Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software“ mit einem müden Lächeln ignoriert werden. Mittlerweile können wir von 2 Kunden berichten, bei denen genau diese Software Patches Würmer aus dem Betriebssystemen der Clients entfernen konnten.

Auch der Windows-Defender – Microsofts eigener Anti-Viren-Scanner, der auf allen Betriebssystemen vorinstalliert verteilt wird – ist mittlerweile nicht mehr so schlecht wie sein Ruf. Und bei der immer weiter fortschreitenden Verzahnung zwischen Office 365 und lokalen Betriebssystemen kann der Defender über Microsoft Intune verwaltet werden. Falls Sie den Schritt in Richtung Office 365 noch nicht machen möchten, gibt es auch immer noch die Möglichkeit der Verwaltung über Gruppenrichtlinien.

Was sollten Sie jetzt tun?

Noch stehen Sie nicht mit dem Rücken zur Wand, und alle Systeme sind aktuell noch in der Wartung und erhalten Sicherheitsupdates. Sie sind „just in time“, wenn Sie jetzt über die Ablöse des einen oder anderen Produktes nachdenken. Wir unterstützen Sie gerne dabei, eine passgenaue Lösung zu finden und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen den richtigen Upgrade-Pfad.

Auch eine Migration von einzelnen Diensten in die Cloud, kann eine dieser Lösungen sein. Das bedeutet nicht, dass Sie sofort Ihr komplettes Rechenzentrum abschalten müssen. Aber Sie schaffen sich vielleicht etwas mehr Freiraum für – nicht nur für Ihre IT, sondern auch für Ihr ureigenes Business!

Folgen
X

Folgen

E-mail : *
Kategorie: IT- & Data-Security | Schlagwörter: , | Kommentare: 0

Beitrag kommentieren

CAPTCHA * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.