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< Beitrag von Tobias Schmidt

NetApp AFF: Neues von den intelligenten Flash-Speichern

NetApp treibt die Entwicklung von AFF innovativ voran, verbessert die Usability, erweitert den Support und gibt eine beispiellose Effizienzgarantie.

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich – hoffentlich überzeugend – dargestellt, weshalb die NetApp HCI unbedingt eine Überlegung wert ist. Dieses Mal möchte ich über Neuigkeiten im anderen Teil des NetApp-Storage-Universums berichten und frage deshalb etwas provokant: Quo vadis All Flash FAS und ONTAP?

Wir schauen uns an, was es Neues gibt auf der Hard- und Softwareseite der NetApp AFF. Dabei setze ich in puncto Hardware Spotlights auf die NetApp AFF C190, das neue Entry-Level-System, die NetApp AFF A320, ein hoch performantes Midrange-System, und die jetzt bereits im Entry-Level konfigurierbaren MetroCluster ab AFF A220.

Auf der Softwareseite hingegen rücke ich die Stärken von NetAPP in den Fokus. Dazu gehören vor allem die Effizienzgarantie, der Dedupe, die Compression und Compaction sowie die deutlichen Vereinfachungen in der Administration von ONTAP.

Entry-Level Flash: die NetApp AFF C190

NeApp AFF C190
NetApp AFF C190 (Quelle: NetAPP)

Mit der AFF C190 etabliert sich NetApp All-Flash in einem Marktsegment, in das sich bisher nur wenige Hersteller gewagt haben: den Einstiegsbereich. Und sehen lassen kann sich das Array auf jeden Fall! Mit bis 24 x 960 GB SAS-SSDs bietet das Array bis zu 55TB effektiver Kapazität. Danke, Effizienz-Garantie! Aber dazu später mehr …

Die AFF C190 ist ein echtes Unified Storage Array, beherrscht also File- und Block-Daten. Das Array ist mit 4 x 10 Gb RJ45 Ethernet Ports ausgestattet und mit 4 x UTA2 Ports erweiterbar. Damit sind dann 4 x 16 Gb FC oder weitere 4 x 10 GbE möglich.

Auf den 2 Controllern sind 16 CPU Cores sowie 64 GB Arbeitsspeicher verteilt, damit die SSDs auch performen können. Bei nur 2 Höheneinheiten Platzbedarf ein wirklich interessantes Paket!

Midrange-NVMe: die NetApp AFF A320

NetAPP AFF A320_1
NetAPP AFF A320_2
NetApp AFF 320 und NS 224: NVMe SSD Shelf
(Quelle: NetAPP)

Die AFF A320 ist wiederum das 1. End-to-End NVMe Storage der Mittelklasse. Mit NVMe (Non-volatile Memory Express) Drives und der Möglichkeit, per NVMe over Fabric Frontend bis an die Hosts zu gelangen, sind extrem niedrige Latenzen von ca. 100 Mikrosekunden möglich.

Und das Beste: Sollte Ihre SAN-Infrastruktur bereits mit 32GB Bandbreiten arbeiten, bezahlen Sie keinen Aufpreis für den Sprung auf NVMeOF. Das Protokoll koexistiert wunderbar auf den bisherigen FibreChannel Switchen.

Die AFF A320 ist aktuell mit 48 NVMe SSDs bestückbar, was eine effektive Kapazität von max. 900 TB verteilt auf 6 Höheneinheiten ergibt. Die Speicherdichte ist hier also enorm.

MetroCluster IP und MetroCluster SDS

Mit dem NetApp MetroCluster bietet NetApp bereits seit Jahren eine Unified Storage Lösung (NAS und SAN) für Distributed Data Center an. Der MetroCluster garantiert kontinuierliche Datenverfügbarkeit sowohl per Fibre Channel als auch per IP-basierten Backend-Netzwerken. Storage-Effizienz, SnapMirror und NonDisruptive Operations sind nahtlos integrierbar.

NetApp AFF_MetroCluster IP
(Quelle: NetAPP)

Während früher, beim FibreChannel-basierten MetroCluster, die Shelves noch physikalisch an beiden Standorten per SAS-Bridges (mindestens 2 Stück) und mit mindestens 2 Fibre-Switches pro Standort angebunden waren, ist der neue MetroCluster IP wesentlich weniger herausfordernd im Hinblick auf die Hardware-Requirements. Die Shelves werden an die lokalen Controller angebunden. Im Übrigen werden nur zwei 25, 40 oder 100 Gbps Switches benötigt. Die überbrückbare Distanz steigt dann sogar von 300 km auf bis zu 700 km.

Möglich ist der Metrocluster IP übrigens auch in Kombination mit dem Entry-Level System AFF A220. Wenn die geschäftskritischen Firmen-Applikationen überschaubar sind, kann ich gezielt nur bestimmten System den besten SLA gewähren und meine MetroCluster-Umgebung klein halten.

Der MetroCluster ist auch als SDS (SoftwareDefined-Storage) möglich. So habe ich eine Aktiv-Aktiv-Konfiguration auf bis zu 10 km Distanz, mit der ich kostengünstig in die Welt der HA-Systeme einsteigen kann. Dafür nutze ich Server mit DAS (Direct Attached Storage) und betreibe virtualisiert ONTAP Select sowie einen virtuellen Mediator. Meine Standard-Netzwerk-Infrastruktur wird für die synchrone Replikation genutzt. Das Schöne hier ist, dass ich quasi jede Commodity Hardware auf Basis von x86_64 Architekturen nutzen kann. Solange ein Hardware-RAID möglich ist, läuft auch ONTAP Select darauf.

Die NetApp Effizienz-Garantie

NetApp gibt neuerdings bei allen AFF Arrays, ONTAP Select und HCI eine Effizienz-Garantie von mindestens 3:1. Sind VVOLs im Einsatz, steigt dieser Wert auf 4:1 und sogar auf 8:1, wenn exklusiv eine Virtuelle Desktop-Infrastruktur genutzt wird. Falls diese Werte nicht erreicht werden, bezahlt NetApp den fehlenden Speicher und gewährt damit eine Aufpreis neutrale und gefahrlose Garantie! Diese Garantie ist die Folge der enormen Fortschritte, die NetApp im Bereich der Inline- und Offlinededuplikation, der Verbesserung von Compression und Compaction – also dem Zusammenschieben von Blöcken – gemacht hat.

NetApp AFF: Efficency
NetApp Efficiency (Quelle: NetAPP)

NetApp ONTAP – Usability, erweiterter Support und mehr

ONTAP ist in den letzten Jahren vor allem im Funktionsumfang gewachsen – doch jetzt zieht NetApp auch bei der Vereinfachung der Arbeitsabläufe für Installation und Administration nach. Die wichtigste Änderung allerdings direkt zum Start: Seit ONTAP 9.6 werden alle ONTAP Releases langzeitunterstützt. Das heißt: Auch auf die geraden Releases (9.6, 9.8 etc.) und nicht nur auf die ungeraden (9.5, 9.7 etc.) gibt es jetzt 3 Jahre lang den vollen Support. Da auf den geraden Releases bisher nur ein Jahr lang Support geliefert wurde, konnten wir unseren Kunden bisher nur die ungeraden Releases empfehlen. Dies ist nun endlich Geschichte.

Snapmirror und Flexcache sind seit ONTAP 9.6 standardmäßig End-to-End verschlüsselt mit TLS v1.2. Flexcache – seit ONTAP 9.5 ein recht neues Feature – dient der Zugriffsbeschleunigung innerhalb eines Custers oder – typischerweise über eine WAN-Strecke – zwischen verschiedenen Clustern.

Encryption at Rest ist seit ONTAP 9.1 auf Volume-Ebene verfügbar und mit ONTAP 9.6 auch aggregatweit möglich. Dieses Feature lässt sich jetzt also mit der seit 9.2 existierenden Deduplikation auf Aggregatsebene (ALD) kombinieren. So kann bei gesteigerter Sicherheit noch mehr Platz gespart werden.

Der NetApp Datafabric wurden im ONTAP 9.6 Release übrigens FabricPool für Google und Alibaba hinzugefügt. Die NetApp Cloud Services werden also immer umfassender und flexibler.

Um den Bogen wieder zu den Vereinfachungen zu schlagen: ONTAP 9.6 kommt mit einer neuen, wesentlich übersichtlicheren Version des ONTAP System Managers daher. Es ist jetzt also noch einfacher, einen Überblick über die Systeme zu erhalten und sich im System zurechtzufinden.

Quo vadis All Flash FAS und ONTAP?

NetApp entwickelt sich in Richtung Performance, Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität innovativ voran: Die AFF C190 ist im Entry-Level-Segment ein überzeugendes Angebot. Die AFF A320 unterstützt bereits im mittleren Preissegment End-to-End NVMe. Die Entwicklung des MetroClusters wird konsequent weitergeführt und verschlankt – ein absolut willkommener Schritt.

Die Fortschritte in der Datenreduktionstechnologie werden für die Kunden in einer beispiellosen Effizienzgarantie weitergegeben. Die Administration von ONTAP ist vereinfacht worden und wichtige Features, speziell im Bereich Verschlüsselung wurden hinzugefügt.

Möchten Sie mehr erfahren über die intelligenten Flash-Speicher von NetApp? Dann melden Sie sich an zu meinem Webinar. Ich freue mich auf Sie!

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Kategorie: Datacenter | Schlagwörter: , | Kommentare: 0

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