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< Beitrag von Mario Pützstück

Agiles Arbeiten: Kundenzufriedenheit durch Transparenz

Warum setzt sich agiles Arbeiten in Projekten immer mehr durch? Was waren und sind die Treiber für die Entwicklung dieser neuen Arbeitsweisen? Welche Vorteile bringen diese Methoden? Es lohnt sich, diesen Grundfragen noch einmal nachzugehen!

Der rasante technische Fortschritt erfordert neue Arbeitsweisen

Die Unternehmen müssen sich zunehmend auf hoch dynamische Umweltbedingungen einstellen und auf Wettbewerbssituationen, die sich sehr schnell verändern. Um ihr Überleben zu sichern, sind viele Unternehmen gezwungen, neue, innovative Produkte in immer kürzeren Entwicklungszyklen auf den Markt zu bringen.

Der Zeitraum, der von der ersten Idee bis zur Produkteinführung benötigt wird, ist häufig ein entscheidender Faktor für den positiven Ertrag aus dem Business Case und die spätere Amortisierung der Entwicklungskosten. Schon nach relativ kurzen Nutzungszeiten wachsen die Chancen und Risiken, dass neue Technologien oder innovativere Produkte die bestehenden Produkte und Systeme ablösen.

Bereits seit einigen Jahren setzt sich die Erkenntnis durch, dass klassisches „Wasserfallvorgehen“ diesen Bedingungen häufig nicht mehr gerecht wird. Projekte scheitern oder Kunden und Mitarbeiter sind am Projektende unzufrieden. Denn obwohl die Ergebnisse den ursprünglichen Anforderungen entsprechen, sind sie schon nicht mehr zeitgemäß. Formal sind vielleicht alle Ziele erreicht und alle Qualitätsaspekte erfüllt, aber der Kunde ist trotzdem nicht zufrieden. So berichtet z. B. ein Kunde bei der Abnahme eines Softwareentwicklungsprojektes, dass mittlerweile schon wieder wesentliche Änderungen an der Software erforderlich seien, die er dringend nachbeauftragen müsse.

Aus solchen Engpässen und ähnlichen Projektsituationen erwuchs die Idee der agilen Produktentwicklung in Form von Methoden wie Scrum. Selbstorganisierte und crossfunktionale Teams, die sich ständig selbst optimieren, entwickeln in kurzer Zeit auslieferungsfähige Produkt-Inkremente.

Agiles Arbeiten als de facto Standard

Agile Arbeitsweisen (nach Scrum) haben sich in der Softwareentwicklung als de facto Standard durchgesetzt, weil sie flexibler, effektiver und effizienter sind als die klassischen Methoden. Es ist viel leichter möglich, auf Änderungswünsche zeitnah zu reagieren. Deshalb werden agile Arbeitsweisen im Vergleich zu klassischen Methoden aktuellen Erhebungen zufolge durchweg als erfolgreicher eingeschätzt. Die Kunden sind in der Regel zufriedener.

Vorteile bringt das agile Arbeiten, insbesondere durch die intensive Kundeninteraktion von Angesicht zu Angesicht. Außerdem ermöglichen kurze Entwicklungszyklen ein flexibles Reagieren auf veränderte Anforderungen. Zu den Hauptvorteilen agilen Arbeitens gehören:

  • gute Sichtbarkeit und Transparenz
  • hohes Tempo bei der Produktentwicklung und -einführung
  • hoher Kundennutzen
  • geringe Risiken, z. B. keine Nacharbeiten aufgrund falsch verstandener Kundenbedürfnisse

Welches Mindset ist erforderlich, um von den Vorteilen agilen Arbeitens profitieren zu können? Dazu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag.

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Kategorie: ITSM | Schlagwörter: | Kommentare: 0

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