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< Beitrag von Wilfried Unterbusch

In der DSGVO steckt Musik! Oder: die DSGVO als Chance für mehr Transparenz

Der 25. Mai 2018 ist vorbei und die Welt dreht sich trotz der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weiter. Viele Unternehmen haben sich gut, manche eher weniger gut auf diesen Tag vorbereitet. Einige haben bereits unangenehme Post von der Aufsichtsbehörde erhalten, das Gros der Unternehmen befindet sich in einer Art Lauerstellung.

Unterm Strich heißt es für alle Unternehmen, die Anforderung an die DSGVO als Chance zu sehen, sich von unwichtigen, überflüssigen oder nicht rechtmäßigen Daten zu trennen und endlich die Transparenz zu bekommen, von der das ganze Unternehmen profitieren kann.

DSGVO als Chance nutzen – aber wie?

Das alles klingt erstmal vernünftig und logisch. Aber wie muss sich ein Unternehmen aufstellen, um das Vorhaben, mehr Transparenz zu schaffen, umzusetzen?

Eins ist klar: da müssen alle mitspielen! Und da sind wir auch schon beim Thema Musik: Hier muss jeder im wahrsten Sinne des Wortes mitspielen. Genau dieses Mitspielen lässt sich hervorragend an einem Symphonie-Orchester erläutern.

Hier spielt die Musik!

Damit der Zuhörer ein möglichst perfektes Klangerlebnis genießen kann, muss jeder einzelne Musiker – ebenso wie der Dirigent – seinen Part beherrschen. Oder in IT-Sprache formuliert: jeder muss seine Rolle im Orchester verantwortlich ausfüllen.

Für ein optimales Klangerlebnis ist ein perfektes Zusammenspiel auf jeden Fall wichtiger als einzelne herausragende Solisten.

Streichinstrumente, Blechbläser, Holzbläser und Schlaginstrumente sind die Hauptgruppen, die für den Gesamtklang im Symphonieorchester zuständig sind. Erst die perfekte Abstimmung der Gruppen und deren Musiker lassen ein Symphonieorchester wirklich klingen.

Die Rolle des Dirigenten

Verantwortlich für das perfekte Zusammenspiel – und somit auch für den Klang – ist der Dirigent. Er holt anhand der Partitur aus jedem Musiker das Optimale heraus, um den Charakter des Stückes nach den Vorstellungen des Komponisten wiederzugeben. Der Dirigent nutzt also die Partitur DSGVO als Chance für ein optimales (Klang-)Ergebnis!

An diesem Beispiel sehen wir: es muss einen Dirigenten als Verantwortlichen geben, aber der perfekte Klang ergibt sich aus dem Mitwirken jedes einzelnen Musikers.

In der DSGVO steckt Musik! Oder die DSGVO als Chance für mehr Transparenz

Die richtigen Töne im Unternehmen treffen!

Wie übertragen wir das Bild eines Symphonieorchesters nun auf ein Unternehmen im Zusammenhang mit der DSGVO?

  • Damit eine möglichst gute DSGVO-Compliance (Klang) erreicht wird, muss jeder Mitarbeiter (Musiker) ebenso wie die Geschäftsführung (Dirigent), seiner Verantwortung gerecht werden bzw. die richtigen Maßnahmen (Töne) treffen.
  • In einem Unternehmen (Symphonieorchester) sind – wie bei der Musik – nicht vorrangig einzelne Mitarbeiter mit herausragendem Know-how gefragt. Nur mit einem Team von sensibilisierten Mitarbeitern (Musiker) des gesamten Unternehmens (Orchester) lässt sich eine Compliance der DSGVO (Partitur) erreichen.
  • Abteilungen, wie Personal, Finanzen, Vertrieb, Marketing oder IT (Hauptgruppen des Orchesters) spielen eine wesentliche Rolle im DSGVO-Zusammenspiel. Jede Abteilung (z.B. Streicher) ist aber nur so gut, wie die Summe ihrer Mitarbeiter (Musiker).
  • Der EU-Gerichtshof (Komponist) und die Aufsichtsbehörden als ausführende Organe erwarten von jedem Unternehmen, welches personenbezogene Daten verarbeitet, dass alle Mitarbeiter (Musiker) ihre Aufgaben (Noten) kennen und auch geübt haben. Da ein Unternehmen in der Regel mehr Mitarbeiter hat als ein Orchester Musiker, stellt dies viele Unternehmen vor eine besondere Herausforderung.
  • Abteilungen (z.B. Holzbläser) müssen die spezielle Anforderungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (Partitur) kennen und üben, ebenso wie jeder Mitarbeiter (Musiker) soweit sensibilisiert sein muss, dass ein gesamtes Unternehmen (Orchester) den Anforderungen der neuen DSGVO (Partitur) Rechnung trägt.

In der DSGVO steckt Musik! Oder: die DSGVO als Chance für mehr Transparenz

Wie der Dirigent im Orchester, gibt es auch einen Verantwortlichen im Unternehmen, i. d. R. der Geschäftsführer, der für die Umsetzung der DSGVO (Partitur) sorgt und die Richtung vorgibt. Eine entsprechende Datenschutzleitlinie (Probeplan) zur Umsetzung des Datenschutzes bereitet den Weg dafür, den Anforderungen des EU-Gerichtshofes (Komponist) Rechnung zu tragen.

Die Moral von der Geschicht‘ oder wie gut klingt die DSGVO nach!

Professionelle Musik kostet Eintrittsgeld, was man mit Vergnügen bezahlt. Schlechte DSGVO-Compliance kann Bußgelder kosten, was keinen Spaß macht.

Für Musik wie auch für die DSGVO gilt: Je besser das Zusammenspiel, desto größer der Genuss!

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Kategorie: IT-Security | Schlagwörter: | Kommentare: 0

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