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< Beitrag von Miriam Stuhlmacher

IT-Abteilung im Wandel: Warum IT-Abteilungen sexy werden müssen

„Digitalisierung  – Industrie 4.0 – Cyberphysikalität – IT-Transformation – Change – IT-Abteilung im Wandel – Internet der Dinge – IT-Innovation – Agilität – Veränderungsmanagement“

Das Repertoire an Schlagwörtern und Phrasen scheint endlos, um immer die gleiche Sachlage zu beschreiben: Die IT befindet sich in einem rasanten Wandel, gesteuert durch äußere Einflüsse und Veränderungen.

Die Entscheidung, den Wandel im Unternehmen mitzutragen, stellt sich nicht mehr. Unternehmen und deren IT-Abteilungen müssen sich beugen und den signifikanten Veränderungen anpassen, ansonsten verlieren sie den Anschluss an ihre Kunden. Die Frage, die dabei im Fokus steht, ist: „Wie?

Die digitale Welt

Abgesehen von einer kleiner werdenden Gruppe, die schlichtweg keinen Zugang auf die maßgeblichen Komponenten der Digitalisierung hat oder aus Prinzip Digitalisierungsverweigerer ist, sind wir alle ein Teil des Wandels. Die digitale Welt ist Trend. Die IT an sich ist lange weg vom Ruf des schnöden „Geek-Spielzeugs“. Im Gegenteil: IT ist sexy und massentauglich geworden. Jeder ist Teil der digitalen Welt, hat Smartphones, Smart TVs, Smart Home, Smart Car, Smart Vernetzung, Smartalles. Das Spektrum geht weit über unsere IT-Abteilungen hinaus. Die totale Vernetzung im Job aber auch zu Hause. Jeder technische Alltagsgegenstand lässt sich mittlerweile kinderleicht für kleines Geld vernetzen.

Was bedeutet diese Entwicklung, für den Anwender, unsere Kunden? Was bedeutet diese Entwicklung für unsere IT-Abteilungen?

Die Kompetenzen der Anwender wachsen, nahezu unbemerkt und fließend. Der Umgang mit Technologien und IT ist Alltag geworden und hat längst seinen Schrecken verloren. Der Anwender durchläuft mit jeder neuen „für jedermann Technologie“, die in seinen Alltag integriert wird, eine unbewusste Lernkurve und erweitert sein Verständnis. Er nutzt selbständig das sich ihm bietende und attraktive Angebot. Damit wird der Anwender längst nicht zum Experten, doch sein Anspruch an die IT-Abteilungen wächst.

Die IT-Abteilung im Wandel

IT-Abteilungen stehen nun vor der Herausforderung, mit Alternativen zu konkurrieren.

Will der Kunde etwas wissen, wendet er sich an Google. Benötigt er Speicherplatz oder will große Datenmengen teilen: „Hallo Cloud, hallo Dropbox!“. Kommunikation mit Kollegen in der Zweitstelle Singapur? – „Wirf doch gerade mal Skype an“. Für eine IT-Abteilung gilt es nicht mehr nur, etwas möglich zu machen, sondern darum, die beste Möglichkeit unter einer Vielzahl von Konkurrenten zu liefern. Die Blackbox zu verlassen, transparent zu werden, sich aus der Unscheinbarkeit hervorzuheben und attraktiv zu sein. IT-Abteilungen werden mit der Digitalisierung in die Rolle der Strategen gedrängt. Um dieser neuen Rolle gerecht zu werden, müssen sie ihre alteingesessenen Strukturen verlassen und gefühlt ein ganzes Potpourri verschiedenster Strategien entwickeln.

Denn das Monopol, die Vorherrschaft der IT-Abteilung gibt es nicht mehr.

IT-Abteilungen bewegen sich nicht mehr in ihrem eigenem Blackbox-Kosmos, sondern in einem Markt mit großer Konkurrenz und müssen lernen sich zu behaupten. Sie müssen lernen Teil eines Markts zu werden, eine Go-to-market-Strategie entwickeln, mit der sie sich neu etablieren können. Nicht die IT-Abteilung gibt länger vor, was der Kunde nutzen wird, sondern der Kunde entscheidet, was er nutzen will. Der Fokus liegt nun nicht mehr nur auf der Bereitstellung. Der Platz der Bereitstellung ist zyklisch nach hinten verschoben. Bevor wir an Bereitstellung auch nur denken, müssen wir unsere Kunden beobachten, analysieren, verstehen. Jetzt muss der Fokus auf dem Kunden liegen, am besten kennt man die Anforderungen des Kunden, bevor er sie kennt. Ein Weg dazu können neue Produkt- und Service-Strategien sein, um agiler und schneller auf neue Kundenanforderungen zu reagieren, flexibler zu werden.

IT-Abteilungen müssen ein völlig neues Kundenverständnis entwickeln. Mit der Digitalisierung, IT-Transformation, mit SmartThings wird die IT-Abteilung einer von vielen Liebhabern, der um seinen Kunden buhlen und ihn beeindrucken muss. Die IT-Abteilung braucht auf einmal Strategien für ein ansprechendes Image und Selbstmarketing. Sie steht vor dem Wandel des unscheinbaren Nerds zum attraktiven Casanova und strategischen Partner.

An der Spitze der IT-Abteilung steht der CIO als Digitalisierungsantreiber, der dafür sorgen muss, dass seine IT-Abteilung wettbewerbsfähig aufgestellt ist. Darüber hinaus nimmt er eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Geschäftsmodelle eines Unternehmens ein. Als Business Enabler muss er sich proaktiv in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle einbringen, um erfolgreich sein zu können.

To-dos für IT-Abteilungen

Entsprechend dieses Wandels ist es Zeit für ein Umstyling der IT-Abteilungen. IT-Abteilungen werden nicht ruckartig zum strategischen Partner im Unternehmen, deshalb ist es wichtig für IT-Abteilungen ein Bewusstsein zu schaffen, für die Transformation und die zugehörigen Schritte wie:

  • sein Silo zu verlassen und transparent zu werden
  • ein neues Kundenverständnis zu entwickeln
  • Produkt- und Service-Strategien zu entwickeln
  • seine Agilität zu steigern, reaktionsschneller zu werden
  • seine Kommunikation und Außenwirkung zu verändern

IT-Abteilungen müssen auf ihre neue Rolle vorbereitet sein. Das bedeutet: Veränderungen in ihren Strukturen und ihrer Mentalität. Es reicht nicht, nur die Technologien zu betrachten und effizient zu sein, die IT-Abteilungen müssen sich zu strategischen, agilen und engagierten Partnern und Ideengebern entfalten. Nur so sind sie für ihre Kunden attraktiv und können diese für sich gewinnen.

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Kategorie: ITSM | Schlagwörter: , , , , | Kommentare: 0

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