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< Beitrag von Tobias Schmidt

ONTAP 9.2 verfügbar – was ist neu?

NetApp hat vor kurzem das zweite große Update für das Storage-Betriebssystem ONTAP 9 veröffentlicht und geht damit konsequent den Weg zum cloud-integrierten Storage weiter. Auf die wichtigsten Neuerungen und Features des Sommer-Updates zu ONTAP 9.2 wird in diesem Post eingegangen.

Die Features von ONTAP 9.2

  • Aggregatweite Inline-Deduplikation
  • FabricPools
  • QoS Minimum
  • ONTAP-Select-Erweiterungen (2 Node HA, iSCSI-LUN-Support und mehr)
  • Vereinfachungen und Erweiterungen der Usability
  • Unterstützung für 800 TB Aggregate
  • ADPv2 für FAS-Systeme
  • NetApp-Volume-Verschlüsselung jetzt auch für FlexGroup Volumes

Aggregatweite Inline-Deduplikation

Die für mich wichtigste Neuerung in der täglichen Arbeit ist die aggregatweite Inline-Deduplikation.

Bisher konnten Daten nur innerhalb eines einzelnen FlexVolumes dedupliziert werden. Das wiederum bedeutete, dass eine auf 2 unterschiedlichen Volumes vorhandene Datei niemals von Deduplizierung profitiert hat.

Mit ONTAP 9.2 ist jetzt, wie eingangs erwähnt, eine aggregatweite Deduplizierung möglich. Alle Volumes auf einem physischen Aggregat profitieren von dieser effektiveren Speicherverwaltung, laut NetApp ist eine Effektivitätssteigerung von bis zu 30 % erreichbar. Unterstützt werden hierbei All-Flash-FAS-Systeme. Eine kurze Erklärung finden Sie in der Animation unten.

Aggregatweite Inline-Deduplikation (Quelle: https://whyistheinternetbroken.wordpress.com/2017/05/11/ontap-92rc1-available/)

FabricPools

Mit FabricPools bringt NetApp eine Möglichkeit, automatisiert wenig genutzte Daten in eine öffentliche oder private Cloud-Storage-Lösung zu verschieben und so Kosten zu sparen. Dies funktioniert automatisiert per Policy und ist somit eine pflegeleichte Lösung um Platz für performance-relevante „heiße“ Daten zu schaffen. Ähnlich einer Aggregatserweiterung verbleiben die Pointer zu den Datenblöcken lokal auf dem All-Flash-System.

 

ONTAP 9.2

FabricPools Data Tiering (Quelle: https://newsroom.netapp.com/blogs/ontap-9-2-more-cloud-efficiency-control-and-software-defined-storage-options-for-a-data-driven-world/)

Der eigentliche Clou ist hierbei die Nutzbarkeit sowohl privater als auch öffentlicher Clouds. Mit dieser Flexibilität ist NetApp einen weiteren Schritt in Richtung Software Defined Storage gegangen. In zukünftigen Releases folgen weitere Cloud-Anbieter, NetApp geht hier konsequent in Richtung hybride IT-Infrastruktur.

Quality of Service (QoS) Minimum

Mit der Einführung von QoS Minimums dreht NetApp den bisher aus ONTAP 8.2 bekannten Weg um. Bisher konnte durch Policies verhindert werden, dass bestimmte Workloads zu viele Ressourcen für sich beanspruchen. Jetzt kann zusätzlich für Volumes, LUNs oder einzelne VMs eine Minimalverfügbarkeit an Ressourcen definiert werden. Die Vorteile sehen Sie in dieser Grafik auf einen Blick:

ONTAP 9.2

ONTAP 9.2 QoS (Quelle: https://whyistheinternetbroken.wordpress.com/2017/05/11/ontap-92rc1-available/)

Nur ein wichtiger Hinweis noch: Mit dem Setzen dieser Minimalwerte verschwenden Sie keine IOPS – sollten weniger Ressourcen benötigt sein, steht der freie Teil natürlich weiterhin den restlichen Aufgaben zur Verfügung.

Zu guter Letzt: Mein Kollege Fabian Utzel erwähnte in einem Artikel die NetApp-Volume-Verschlüsselung. Diese native Verschlüsselung ist mit dem Update auf ONTAP 9.2 jetzt auch für ganze FlexGroup-Volumes verfügbar.

Fazit

Mit ONTAP 9.2 wird der Weg zum cloud-integrierten Storage konsequent weitergegangen. Durch die Automatisierung der FabricPools wird dem Storage-Admin einiges an Arbeit abgenommen. Die neue Deduplizierungsfunktion kann Systemen mit hohen Füllständen neues Leben einhauchen. Und mit den QoS Minimums ist ein effektives Priorisieren von Workloads endlich möglich.
Für mich insgesamt ein sehr lohnendes Update!

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Kategorie: Datacenter | Schlagwörter: , , | Kommentare: 0

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