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< Beitrag von Jens Zange

Immer wieder dieses Pfeifen – ein Rückblick zum itSMF Jahreskongress

Sprichwörtlich pfeifen Vögel etwas von den Dächern. Spätestens seit dem Fall der Berliner Mauer pfeift zumindest in deutschen Ohren auch immer wieder Klaus Meine. Er ist Sänger der Band „the Scorpions“, die mit dem Song „Wind of Change“ ein wichtiges Kapitel der Geschichte musikalisch untermalt haben. Sein Pfeifen zu Beginn dieses Songs war auch der Auftakt zu einer Keynote des diesjährigen itSMF Jahreskongresses in Weimar.

Vielseitiges Programm mit beständigem Fokus

Den Song kann man mögen oder nicht, ihn abgedroschen finden oder stets passend. Es bleibt aber festzuhalten, dass das Motto „Wind of Change“ zumindest für die schnelllebige IT-Welt charakteristisch war und ist, zukünftig aber eine noch größere Rolle spielen wird.
CHANGE ist immer seltener nur auf technische Änderungen bezogen, sondern zunehmend auf den notwendigen kulturellen Wandel in Unternehmen, der gut vorbereitet und begleitet sein muss. Die Veranstalter des Kongresses waren sehr bemüht, inhaltlich ein breites Themenspektrum abzudecken, die Qualität der Vorträge war durchgehend hoch. Doch trotz der großen Themenvielfalt kristallisierte sich schon am ersten Veranstaltungstag heraus, welche große Rolle Veränderungen bei der Planung von Projekten inzwischen beigemessen wird.

Schon vor Beginn des Kongresses gab es sogenannte Pre-Workshops – einer davon trug den Titel „Erleben & Erlernen der Führung durch den Wandel“, moderiert vom hervorragenden Matthias Traugott. Auf spielerischem Wege wurde den Teilnehmern in einem fiktiven, aber sehr realitätsnahem Szenario vermittelt, wie sich kleine Aktionen auf einzelne Stakeholder oder gar das ganze Unternehmen auswirken können. Verknüpft mit Methoden und Theorien ein spannender Auftakt für die folgenden zwei Tage.

Direkt im ersten Vortrag nach der offiziellen Eröffnung des Kongresses legte Dr. Heiß von der MunichRe thematisch nach. Er beschrieb den Verlauf eines umfangreichen Change-Projektes und ging vor allem auf die Art und Weise ein, wie die Mitarbeiter eingebunden und mitgenommen wurden. Die Begriffe „Profile“ bzw. „Personas“ zogen sich ebenfalls durch weitere Vorträge des Kongresses.

Auch in den Anwenderforen wurden diese Punkte aus unterschiedlichsten Perspektiven aufgegriffen. In einem Open-Space-Format mit dem Titel „Ein fliegendes Flugzeug umbauen“ stellte Ralf Hörnig von der Gothaer Systems ebenfalls ein Change-Projekt vor, inklusive der Methoden zur bestmöglichen Einbindung von Anwendern. Der thematische rote Faden gipfelte dann im Vortrag beim Gala-Diner, der analog zum Soundtrack betitelt war mit „Wind of Change…“.

Klarer Zukunftsauftrag

Dieser (eventuell unbeabsichtigte) rote Faden zog sich auch durch den folgenden Veranstaltungstag. Ohne auf die Vorträge und Formate im Detail einzugehen, zeigt sich, dass große Einigkeit über die immense Aufgabe der nahen Zukunft besteht. Für die IT gilt es mehr denn je, Produkte und Services so zu designen, dass Sie anwendergerecht sind und entsprechend eine hohe Userakzeptanz erzielt wird. Um dies zu erreichen, müssen Strategien deutlich vielseitiger sein als bisher. Eine rein technische Roadmap reicht in keinem Unternehmen mehr aus, wenn man der Rolle der IT gerecht werden und das eigene Unternehmen wettbewerbsfähig halten möchte.

Denn selbst wenn der Song abgedroschen ist… lieber sollten die IT-ler das Lied vom Wandel pfeifen, als genau die Mitarbeiter zu sein, die als „Pfeifen“ bezeichnet werden.

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Kategorie: ITSM | Schlagwörter: | Kommentare: 0

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