single.php
< Beitrag von Sebastian Römer

Die 3-2-1-Backup-Regel – die Backup-Grundregel Nr.1

Jeder Administrator stand schon einmal vor der Frage „Sind meine Daten wirklich sicher?“. Und ohne Software-Namen oder spezielle Speicherziele vorzuschlagen, sollte man sich, als Backup-Grundregel Nr. 1, stets an die 3-2-1-Backup-Regel halten.

Doch was steckt hinter der 3-2-1-Backup-Regel?

Es ist ganz simpel:

  • 3 Kopien – Alle Daten, die gesichert werden müssen, sollten in dreifacher Form vorliegen (1 x das Originalsystem + 2 Backups).
  • 2 Medien – Diese Daten sollten auf mindestens zwei verschiedenen Medien gesichert werden.
  • 1 Offsite – Eine dieser Kopien sollte ausgelagert werden (anderer Standort, Cloud etc.).

Und warum sollte man diese Ansätze verfolgen?

Auch diese Frage ist leicht beantwortet. Es kann immer zu Datenausfall kommen, ob durch Katastrophen, wie einen Brand oder eine Überschwemmung, durch einen Ausfall von Hardware, durch Diebstahl/Schadsoftware oder durch Fehlbedienung. Und was gäbe es Schlimmeres, als sich vor solchen Ausfällen nicht ausreichend geschützt zu haben?

Nehmen wir an, Sie sichern Ihre Daten auf ein Disk-Storage-System, welches sich im selben Rechenzentrum befindet wie Ihre produktiven Daten. Nun kommt es zu einem Katastrophenfall in Ihrem Rechenzentrum, wodurch das komplette Rechenzentrum zerstört wird. Damit wären nicht nur Ihre produktiven Daten zerstört, sondern auch die, die Sie als Backup auf Ihrem Disk-Storage gesichert haben.

Doch wie schützen wir uns vor solchen Vorfällen? Wir machen eine dritte Kopie unserer Daten und lagern diese Daten in einen anderen Standort oder in die Cloud aus. Damit haben wir nicht nur den Punkt „3 Kopien“, sondern auch direkt den Punkt „1 Offsite“ abgedeckt.

Doch wieso soll eine dieser drei Kopien auf ein anderes Medium gesichert werden?

Auch diese Frage möchte ich anhand eines Beispiels erklären: Stellen wir uns vor, Sie sichern Ihre Daten auf ein NAS-System in Ihrem Rechenzentrum und auf ein weiteres NAS-System, welches Offsite betrieben wird. Beide NAS-Systeme sind vom selben Hersteller. Nun veröffentlicht dieser Hersteller ein Update für dieses NAS-System, wodurch Ihre Daten – aus welchem Grund auch immer – nicht mehr mit Ihrer Backup-Software kompatibel sind oder das NAS-System als Ganzes vorübergehend unbrauchbar macht oder, oder, oder …

Und, so lehrt es uns Murphys Gesetz, genau in einem solchen Moment, wenn Sie keinerlei Möglichkeiten haben, an diese NAS-Systeme zu kommen, dann kommt es zu einem Katastrophenfall. Ihr Rechenzentrum fällt aus und Sie können keine Wiederherstellung Ihrer Daten vornehmen.

Aus diesem Grund speichert man seine Daten auf 2 verschiedenen Medien.

Fazit

Jeglicher Datenverlust ist zeitaufwendig, kostenintensiv und bringt jeden Backup-Administrator in eine unangenehme Situation. Wirken Sie solchen Vorfällen entgegen, indem Sie sich frühzeitig über Ihr Backup-Konzept Gedanken machen und haben Sie dabei stets die 3-2-1 Backup-Regel im Hinterkopf.

Und egal wie gut durchdacht ein Backup-Konzept ist: Machen Sie in regelmäßigen Abständen Wiederherstellungstests, damit Sie im Katastrophenfall genau wissen, was zu tun ist und um zusätzlich sicherzustellen, dass Ihre Backups funktionstüchtig sind.

Folgen
X

Folgen

E-mail : *
Kategorie: Datacenter | Schlagwörter: , , | Kommentare: 0

Beitrag kommentieren

CAPTCHA * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.