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< Beitrag von Sebastian Frechen

Bimodale IT oder Hybrid IT – wo geht die Reise hin?

Bimodale IT liegt laut diversen Studien aktuell im Trend. Laut Gartner werden bis 2017 ein Großteil (75 %) der Organisationen eine bimodale IT nutzen. Doch was genau steckt hinter dieser „bimodalen IT“? Laut Gartner ist die bimodale IT die Verwaltung von zwei separaten, jedoch zusammenhängenden Formen der IT; eine fokussiert auf Stabilität und die andere auf Agilität. Modus 1 ist traditionell und sequentiell, betont die Sicherheit und Präzision. Modus 2 ist ‚forschend‘ und nichtlinear, betont die Agilität und Geschwindigkeit.

Wir denken, „Hybrid IT“ ist der richtige Weg! Mehr dazu im folgenden Artikel.

Cloud ist Antreiber der Hybrid IT

Das Thema Cloud bzw. die Nutzung von Public Cloud Services hat im letzten Jahr in Deutschland, und hier speziell im Mittelstand, enorm zugenommen. Viele Kunden, mit denen wir sprechen, denken aktuell konkret darüber nach, einzelne IT-Services aus der Public Cloud zu beziehen.

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Quelle: Cloud-Monitor 2016 von Bitkom und KPMG

Dies belegt auch der Cloud-Monitor von Bitkom und KPMG. Hier ist in 2015 die Zahl der Public Cloud-Nutzer bzw. -Planer deutlich gewachsen (s. Grafik). Ebenfalls stieg die Zahl der Cloud-Befürworter auf mittlerweile 44 % der Befragten, wobei die Zahl der Kritiker auf 32 % gesunken ist.

Vor 2 – 3 Jahren haben wir alle gesagt, dass das Thema Public Cloud bzgl. Datenschutz, Compliance, Safe Harbour etc. gerade in Deutschland ein schwieriges Thema sein wird. Heute, 2016, sieht die Welt jedoch anders aus. Der deutsche Mittelstand denkt aktiv darüber nach, die Vorteile der Public Cloud für sein Unternehmen einzusetzen.

Druck der Fachabteilungen steigt

Die IT-Abteilungen unserer Kunden werden aktuell immer stärker mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Hierzu zählen u. a.:

  • Unterstützung bei der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle
  • Mehr Flexibilität und Agilität der IT
  • Drastische Senkung der „Time To Market“ für neue Produkte

Diese Herausforderungen lassen eine traditionelle IT schnell an Ihre Grenzen stoßen. Die Fachabteilungen erwarten Flexibilität in der Bereitstellung von IT-Services und keine langwierigen Beschaffungswege. Das ist der Punkt, an dem sich die „berühmte“ Schatten-IT bildet. Anwender sind es aus dem privaten Leben gewohnt, einfach per „One-Click“ Dinge zu beziehen und bereitgestellt zu bekommen. Warum Wochen auf die IT warten, wenn ich doch bei einem Public Cloud Provider nur die Kreditkarte „durchziehen“ muss und nach wenigen Minuten das gewünschte Ergebnis erhalte und sofort produktiv bin?!

Die IT muss flexibel und agil werden!

Und genau jetzt kommen die beiden Welten der IT zum Tragen. Zukünftig wird die IT einerseits die klassischen IT-Services On-Premises bieten, andererseits muss sie jedoch auch die Möglichkeit haben, schnell, flexibel und dynamisch neue Services bereitstellen zu können. Somit wird innerhalb der IT zwischen einer „traditionellen IT“ und einer „dynamischen IT“ unterschieden.

hybrid-it Mit der dynamischen „neuen“ Welt kennen sich viele Unternehmen Stand heute nicht aus und sehen hier natürlich auch die Herausforderungen: Die Integration in die traditionelle IT, der Betrieb und das Management der dynamischen IT, Know-how-Aufbau – um nur ein paar zu nennen.

Public Cloud Services bieten letztendlich aufgrund ihrer Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit die perfekte Grundlage zur Bereitstellung einer dynamischen IT.

Dynamische IT liefert einen direkten Wertbeitrag für das Unternehmen!

Die dynamische IT wird zukünftig dafür eingesetzt, die Entwicklung und den Betrieb digitaler Geschäftsmodelle sowie moderner Applikationswelten zu unterstützen. Sie steht vor allem für Innovation, Geschwindigkeit, schnellerer Time To Market, Agilität & Flexibilität.

Die Herausforderung entsteht dabei, die beiden Welten miteinander zu verbinden, zu integrieren und vor allem auch Schnittstellen zu schaffen.

Wird es zukünftig zwei IT-Abteilungen geben?

Jetzt stellt sich die Frage über die zukünftige organisatorische Ausrichtung der IT. Gartner sieht hier von der ursprünglichen Idee her zwei getrennte IT-Bereiche vor. Der erste fokussiert auf Stabilität, der zweite auf Agilität, die beide unter Umständen sogar parallel dieselben IT-Prozesse abbilden.

Wir denken, dass dieses „Zwei-Klassen-System“ für unnötige Komplexität und eine schlechte Kultur innerhalb der IT-Organisation sorgt. Die IT muss lernen mit ihren bestehenden Strukturen schnell und agil handeln zu können.

Unseres Erachtens lassen sich beide Welten zukünftig perfekt parallel betreiben. Und zwar von nur einer IT-Organisation. Durch die Verbindung der beiden Welten entsteht die sogenannte „Hybrid IT“. Die „Hybrid IT“ vereint die Aufgaben aus der traditionellen sowie der dynamischen IT.

„Hybrid IT“ ist die Zukunft!

Die traditionelle IT um die Vorteile der dynamischen IT zu erweitern, wird der Schlüssel für eine zukünftig erfolgreiche Entwicklung von IT-Abteilungen sein.

Dadurch entstehen die folgenden Mehrwerte:

  • Die IT hat die Möglichkeit, viel schneller und einfacher neue Technologien einzusetzen, zu evaluieren und so letztendlich Innovationen zu fördern.
  • Durch den Einsatz von Public Cloud Services kann die bestehende traditionelle IT nahtlos erweitert werden.
  • Bei Engpässen bzw. Lastspitzen können ausgewählte Workloads in die dynamische IT verschoben werden. Hier kommt die enorme Skalierbarkeit von Public Cloud Services zum Tragen.
  • Die IT kann viel schneller auf Anforderungen der Fachabteilungen reagieren und Services bereitstellen.

Fazit

Die IT befindet sich im Wandel. Und das nicht nur auf einer prozessualen oder organisatorischen Ebene. Um den Anforderungen gerecht zu werden, muss die IT sich zeitnah mit neuen Technologien auseinandersetzen, um den Anschluss zum Wettbewerb nicht zu verlieren. In dem Fall sind das SaaS- bzw. Public Cloud-Anbieter, welche von den Fachabteilungen direkt angesprochen werden.

Die IT muss bereit sein, einen Wandel anzustreben und neue Services bereitzustellen – mit dem Ziel, dem internen Kunden die bestmögliche Lösung zu bieten.

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Kategorie: Datacenter | Schlagwörter: , , | Kommentare: 0

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