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< Beitrag von Jörg Schneider

Das Betriebssystem Purity von Pure Storage

Purity Operating Environment heißt das Betriebssystem der Speichersysteme von Pure Storage.

Das Betriebssystem Purity von Pure Storage wurde von Anfang an für Storage-Systeme entwickelt, die mit SSDs ausgestattet und auf deren Einsatz optimiert sind. Damit unterscheidet sich Pure Storage klar von anderen Storage-Herstellern: Diese haben ihre Betriebssysteme jahrzehntelang auf den Einsatz von klassischen Festplatten optimiert.

Am längsten halten SSDs, wenn sie gar nicht erst beschrieben werden. Dies ist ungünstig, wenn man Daten speichern möchten. Aber genau mit diesem Ansatz arbeitet Pure Storage. Somit ist viel Energie und Effizienz in den Datenreduzierungsalgorhythmus gesteckt worden. Purity sorgt für eine Inline-Deduplizierung und -Komprimierung. Die Deduplizierung wird anhand einer variablen Blockgröße von 512 B bis 32 KB durchgeführt und somit optimiert auf den jeweiligen Datensatz gewählt.

Das Betriebssystem Purity und seine Funktionen

Das Raid-3D sorgt dafür, dass auf dem ankommenden Datensatz, nach allen Datenreduzierungsmechanismen, die Daten noch mindestens mit einer doppelten Parity versehen werden und dann verteilt auf die Drives geschrieben werden. – Hier hat man auch den Sicherheitsgedanken zu Ende gedacht. Die Daten werden immer verschlüsselt auf dem System abgelegt.

Verfügbarkeit war den Entwicklern ebenfalls sehr wichtig. Downtimes müssen der Vergangenheit angehören, sodass alle Erweiterungen, Updates und Ähnliches im laufenden Betrieb realisiert werden. Da nur ein Controller die tatsächliche Berechnung der Datenreduktion und somit die Datenverarbeitung übernimmt, bleibt das System sogar bei 100 % seiner Leistung, während ein Controller updatet. Lediglich die Pfade des anderen Controllers gehen beim Reboot kurzzeitig verloren.

Auch die Kapazität oder die Controller lassen sich jederzeit im laufenden Betrieb erweitern/upgraden. Man muss auch nicht komplizierte Erweiterungsverfahren durchlaufen. Das System erkennt automatisch die Erweiterungen und bindet diese ohne manuelles Eingreifen ein.

Recht neu bei Purity ist die Purity FlashRecover Replication. Hierdurch werden eine asynchrone Spiegelung auf Snapshotbasis und scheduled Snapshots ermöglicht. Die Papierkorb-Funktion ist ebenfalls enthalten. Wenn ein Volume, ein Snapshot oder Ähnliches auf dem Storage-System gelöscht wird, ist dieser nicht sofort weg, sondern ein Papierkorb-Symbol erscheint und die Datensätze werden dort zur Sicherheit noch 24 Stunden vorgehalten. – Sehr praktisch, wie oft hat man sich schon einmal verklickt oder der Kollege hat sich vertan und einem eine falsche LUN genannt.

Der unter dem Namen FlashCare zusammengefasste Mechanismus sorgt dafür, dass die verschiedenen Datenpakete nicht auf dem gleichen Flash Module landen, sondern möglichst verteilt im Pool der SSDs landen, um eine maximale Ausfallsicherheit zu garantieren. Mindestens 2 Drives gleichzeitig. Pure Storage spricht hier von einem virtualisierten Datenlayout. Ebenfalls kümmert sich FlashCare um die optimalste Handhabung der Flash-Zellen und reduziert interne Datenverschiebungen. Auf diese Weise erhöht sich die Lebensdauer einer jeden Zelle und die optimale Leistung der SSDs wird erreicht. Ebenfalls werden SSD-Fehler überwacht und ausgeglichen, soweit es möglich ist. Darüber hinaus optimiert das System ständig im Hintergrund mit dem Hinblick auf maximale Lebenszeit der SSDs bei höchster Effizienz des Systems.

Das Supportmodell bei Purity

All diese Funktionen, welche ich hier aufgelistet und beschrieben habe, sind Bestandteil des Purity-Betriebssystems. – Es gibt und es wird auch kein Lizenzmodell geben. Somit erhält man neue Funktionen immer per Firmwareupdate, welche im Supportvertrag inklusive sind.

Ein Anruf oder eine E-Mail an den Pure Storage-Support und das Öffnen des Remote Assistent reichen aus, damit das Update auf das aktuellste Purity durchgeführt wird. Anschließend kann man die neuen Funktionen ausprobieren und nutzen. Es macht immer wieder Spaß zu sehen, wie detailverliebt die Entwickler bei Pure Storage sind. Somit war eine Neuerung des letzten Releases die Farbe Orange bei den Auslastungsgraphen, welche sich auch in den Release Notes wiederfand.

Der Support ist so, wie man ihn sich vorstellt. Wenn man es wünscht, werden die Logdateien jede Stunde zu Pure Storage hochgeladen, dort analysiert und bei Unregelmäßigkeiten ruft Pure Storage Sie an. Es ist somit ein sehr proaktiver Support. Der Support führt auch – wie eben schon erwähnt – per Remote Assist Firmwareupdates aus. Dies ist Bestandteil des Supportvertrages. Wie bei jedem größeren Hersteller können Sie zwischen 4 Stunden Replacement oder NBD-Replacement wählen.

Betriebssystem Purity

 

Ich hoffe, dass Sie jetzt einen kleinen Einblick in das Betriebssystem erhalten haben und zu dem gleichen Entschluss kommen wie ich. Purity sorgt dafür, dass Sie sich wieder um Ihre eigentlichen Aufgaben kümmern können. So stellt man sich heutzutage Support, Verfügbarkeit, Management und Geschwindigkeit vor.

Wer es nicht glaubt, sollte es selbst ausprobieren mit unseren Pure Storage Demo-Systemen.

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Kategorie: Datacenter | Schlagwörter: , , | Kommentare: 0

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