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< Beitrag von Till Echterhof

Welche Backup Software ist die richtige?

Vor einigen Jahren war die Frage nach der richtigen Backup Software noch einfach zu beantworten. Heterogene Betriebssystem-Landschaften in der IT und nur eine teilweise verbreitete Virtualisierung bedurften vieler verschiedener OS-Backup-Agenten. Das schränkte die Auswahl passender Backup Software meist schon genügend ein, um sich für ein Produkt entscheiden zu können.

Snapshot Tools und Softwarepakete

Spannender wurde es mit der Zunahme von proprietären Snapshot Tools und Softwarepaketen von entsprechenden Storage-Herstellern. Diese ermöglichten sehr hohe RTO-/RPO-Zeiten für die Wiederherstellung von Daten zu einem zunächst sehr fairen Preis. Nachteil dieser Sicherungsmethoden war und ist, dass diese unter Umständen nicht zum restlichen Datensicherungskonzept im eigenen Unternehmen passen (Tape) und dass diese eben oft nicht Hardware-unabhängig (Storage) zu betreiben sind.

Gerade Kunden, die relativ hohe Aufbewahrungsfristen festgelegt haben, erhalten Probleme bei der Aufbewahrung und dem Storage Management der Backup-Daten. So werden auf dem primären Storage effizient Backups erstellt, in der weiteren Verarbeitung des Backup-Prozesses sind aber eben diese „effizienten“ Backups sehr schwer zu handhaben.

Möchte ich diese Daten aus ihrem proprietären Sicherungszustand (Snapshot) vervielfältigen, fallen unverhältnismäßig viele Daten an. Es gibt keinen herstellerübergreifenden Standard, außer z. B. das NDMP-Protokoll als kleinsten gemeinsamen Nenner mit dem Nachteil, aus so einem Snapshot keine inkrementelle oder differenzielle Kopie erstellen zu können.

Darauf reagierten viele Datensicherungsanbieter, indem einzelne Storage-Produkte und -Funktionen durch die Datensicherungssoftware unterstützt werden. Hierbei handelt es sich aber in den meisten Fällen nur um eine administrative Unterstützung, durch die der Backup-Admin in der Lage ist, die Snapshot-Sicherungen von seiner gewohnten Oberfläche aus administrieren zu können.

Standardisierte Sicherung mittels Hyper-Visor

Aktuell sieht die Situation wieder ein wenig anders aus. Durch den mittlerweile hohen Anteil an Server-Virtualisierung innerhalb der IT gibt es eine Möglichkeit der standardisierten Sicherung. Hier kommt der Hyper-Visor mit der Trennung zwischen Software und Hardware ins Spiel. Gerade diese Trennung ermöglicht einen standardisierten Weg der Datensicherung.

Die Funktion der Hyper-Visor-basierten Snapshots ist nicht wirklich neu, hat aber dazu geführt, dass es heute eine ganze Reihe neuer Datensicherungsanbieter auf dem Markt gibt. Vielfach günstiger, sehr viel schlanker und effizienter als der bekannte Markt für Backup Software. Und dennoch können vielfach alle Anforderungen (verschiedene Betriebssysteme, Applikationen) an die Sicherung über die Sicherungsmethoden der Virtualisierung abgedeckt werden.

Backup Software – Fazit

Zukünftig können bei der Entscheidung für oder gegen eine Datensicherungssoftware neben der Unterstützung des verwendeten Hyper-Visor ganz andere Kriterien eine Rolle spielen, z. B. welche Mehrwerte die eine oder andere Software bietet, welche Möglichkeiten die Software hinsichtlich Cloud liefert. Oder auch ganz praxisnahe Kriterien, wie z. B. die „intuitive Bedienung“.

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Kategorie: Datacenter | Schlagwörter: , , | Kommentare: 0

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