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< Beitrag von Patrick Sender

Microsoft SharePoint Server 2016 – The Future of SharePoint!

Am 04. Mai 2016 war es endlich soweit: Die Version 2016 vom SharePoint Server wurde offiziell in einem Online-Event „The Future of SharePoint“ durch Jeff Teeper (Corporate Vice President of OneDrive and SharePoint Microsoft Corporation) vorgestellt. Im Folgenden habe ich die Neuigkeiten und Highlights vom SharePoint Server 2016 zusammengefasst.

Microsoft SharePoint Server 2016

Microsoft legt sehr viel Wert auf eine verbesserte UI. Die Zusammenarbeit wird vereinfacht, der mobile Zugriff passt sich den Gegebenheiten an und bietet den Endanwendern endlich eine moderne Oberfläche und entsprechende mobile Apps für Windows, Android und iOS.

Der SharePoint Server 2016 basiert auf Office 365, respektive der kontinuierlichen Weiterentwicklung von SharePoint Online in der MS Cloud. Microsoft hat seine Strategie „Cloud and mobile first“ in den letzten Jahren entsprechend ausgerichtet und die Cloud-Versionen der einzelnen Produkte als Microsoft-Standard definiert.

Einige der Erweiterungen oder auch neuen Anwendungen werden nur in der Cloud zur Verfügung stehen. In diesem Beitrag geht es jedoch zunächst um SharePoint Server 2016 on-premise und die Themen Cloud und Office 365 werden in einem nächsten Beitrag behandelt.

Was ist neu?

Im Bereich der Administration lassen sich die folgenden Punkte als Neuerung bzw. erwähnenswerte Verbesserung auflisten:

  • Hybride Konfiguration & Bereitstellung in Verbindung mit Office 365
  • Erweiterungen von SharePoint-Grenzen und -Limitierungen
  • Einspielen von Updates ohne Downtime der Server
  • MinRole-Funktionalität
  • Verfügbarkeit neuer Serverrollen
  • Veröffentlichung neuer SharePoint-Services
  • Erweitertes Logging durch SharePoint Insights
  • Compliance Center und DLP (Stichwort Governance)

Im Bereich UI und Endanwender sind die folgenden Themen zu nennen:

  • Durable Links
  • Erhöhung der Dateigröße beim Upload
  • Verbesserungen beim Zugriff von mobilen Endgeräten
  • OneDrive
  • Navigation/App-Launcher
  • Verbesserung der Performance
  • Automatische Überwachung List View Treshold

Die wichtigsten Neuerungen für Endanwender

App-Launcher

Viele kennen den App-Launcher aus Office 365, sofern sie sich mit dieser Technologie bereits auseinandergesetzt haben. Dieser hat jetzt auch Einzug in den SharePoint Server 2016 gefunden. Die Anwender erhalten eine Übersicht der verfügbaren Apps und können sehr schnell zu diesen navigieren und diese starten. Ein Beispiel, wie der App-Launcher aussehen kann:

SharePoint Server 2016 - App-Launcher

Durable Links

Meiner Meinung nach eines der wirklichen Highlights im Bereich Verbesserungen der User Experience. Sehr häufig werden heutzutage Verlinkungen zu Dokumenten gesetzt. Wie oft werden Dokumente dann aber umbenannt und/oder verschoben? Und was passiert in diesem Fall mit den Links?

Richtig, sie führen ins Leere und die gesuchten Informationen sind nicht erreichbar und der Anwender ist in der Regel frustriert. Die Durable Links wirken dem Ganzen entgegen und jedes Dokument wird während des gesamten Lebenszyklus erreichbar sein, unabhängig von Namensänderungen und/oder Verschiebungen.

Verbesserungen beim Zugriff von mobilen Endgeräten

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist der Zugriff auf Daten und Informationen durch mobile Endgeräte. Hier wird es neue Apps für Windows-, Android- oder auch IOS-Endgeräte geben. Man muss hier jedoch beachten, dass der Rollout zuerst in Office 365 stattfinden und erst später auch für die On-prem-Welt zur Verfügung stehen wird.

SharePoint Server 2016 - SharePoint-the-mobile-and-intelligent-intranet-3

Neues bei der Administration

Hybride Konfiguration & Bereitstellung in Verbindung mit Office 365

Das Thema Office 365 nimmt auch bei uns in Deutschland immer mehr Formen an. Viele Unternehmen lagern derzeit einige Systeme und Anwendungen in die Cloud aus. Ein großer Teil der Systeme und Anwendungen bleibt derzeit jedoch on-premise. Man möchte allerdings keine Parallel-Welten aufbauen, sondern die Synergieeffekte der beiden Welten nutzen. Die Gründe für eine hybride Lösung können sehr vielfältig sein.

Nehmen wir z. B. das Thema verfügbare Bandbreite und das Zugreifen auf SharePoint von Außendienstmitarbeitern, um an entsprechende Informationen zu kommen. Durch die niedrig verfügbare Bandbreite hat dies entsprechend Auswirkungen auf die Performance und weitere Systeme im Unternehmensverbund. Wenn man nun aber den Außendienstmitarbeitern den Zugriff über Office 365 realisiert, fallen diese Netzwerkbelastungen intern weg. Durch hybride Lösungen können Außendienstmitarbeiter oder auch Mitarbeiter am Standort Informationen in beiden Systemen finden und das Netzwerk wird entlastet.

Erweiterungen von SharePoint-Grenzen und -Limitierungen

Oft tauchte bei Endanwendern das Problem auf, dass sehr große Datein nicht hochgeladen werden konnten. Diese Limitierung wird es u. a. in SharePoint 2016 nicht mehr geben. Zum einen kann man nun erheblich größere Dateien hochladen und zum anderen werden mehr Zeichen erlaubt sein, um den Dateien Namen zu geben.

Einspielen von Updates ohne Downtime

Als Admin musste man oft in den Abend-/Nachtstunden oder auch am Wochenende die SharePoint-Systeme entsprechend aktualisieren. Mit SharePoint 2016 kann man dies nun auch während des normalen Arbeitstages tun und die Mitarbeiter können das System weiterhin nutzen. Es bedarf zwar immer noch ein wenig Arbeit und eine entsprechend konfigurierte SharePoint-Server-Farm, aber es ist im Gegensatz zu älteren SharePoint-Versionen machbar und entlastet die Administratoren.

MinRole-Funktionalität

Die neue MinRole-Funktion wird durch die Administratoren beim Aufbau einer SharePoint-Farm konfiguriert. Es wird jedem SharePoint Server eine entsprechende Serverrolle zugewiesen. SharePoint konfiguriert automatisch die Dienste auf den einzelnen Servern je nach Rolle. Durch diese Funktionalität wird die Leistung der SharePoint Server optimiert. Die Administratoren müssen sich nun keine Gedanken mehr über die Dienste auf den einzelnen Servern machen. Sie müssen dies lediglich auf Farmebene konfigurieren und den Rest übernimmt die MinRole-Funktionalität.
Die Bereitstellung ist sehr einfach gehalten und unterstützt Sie auch beim Skalieren Ihrer Farm ohne aufwendige Konfigurationen der Dienste auf den neu hinzugefügten Servern.

Deprecated Features

Diese Funktionen werden zwar generell weiterhin in SharePoint 2016 funktionieren, gelten aber als veraltet und sind somit kein Best-Practice-Standard:

  • SharePoint Designer: Es wird keine neue Version des SharePoint Designer geben. Es kann weiterhin der SharePoint Designer 2013 genutzt werden. Hier sollte man jedoch die Zukunft immer im Auge behalten.
  • SharePoint Foundation: Es wird ab SharePoint Server 2016 keine kostenfreie Foundation-Version zur Verfügung gestellt. Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, SharePoint Foundation 2013 einzusetzen.
  • SQL Express Installation: Es wird keine SQL-Express-Installation mehr durch die SharePoint-Installation geben.
  • ForeFront Identity Manager: Wegfall des FIM in SharePoint 2016. Als Alternative wird der Microsoft Identity Manager 2016 angeboten.
  • STSADM: ist nun offiziell veraltet.
  • Excel Services: sind nun Bestandteil des Office Online Server 2016, dem Nachfolger des Office Web Apps Server 2013.
  • Duet Enterprise for SharePoint: Es wird keine Duet Enterprise Version für SharePoint 2016 geben.

Microsoft hat für alle Interessierten die wichtigsten Änderungen in einer youtube-Playlist zum Event „The Future of SharePoint“ in Form von Demos zusammengestellt.

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Kategorie: SharePoint | Schlagwörter: , , | Kommentare: 0

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