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< Beitrag von Jens Zange

Erfolgreicher Start eines Change Management oder die guten Vorsätze

Es ist noch Januar, die guten Vorsätze sind einigermaßen frisch und nicht alle davon werden im privaten Bereich liegen. Sicherlich gibt es auch den ein oder anderen guten Vorsatz, was die beruflichen Aktivitäten angeht und eventuell sogar klar definierte Vorhaben, die es umzusetzen gilt. Ein erfolgreicher Start eines Change Management wäre z. B. ein solches Vorhaben im beruflichen Umfeld.

Die Top 11 der Vorsätze für 2016

Zu den aktuellen Topwerten der guten Vorsätze gehören laut einer Forsa-Umfrage:

  1. Stress abbauen/vermeiden (62%)
  2. Mehr bewegen/Sport (59%)
  3. Mehr Zeit für Familie/Freunde (61%)
  4. Mehr Zeit für sich (51%)
  5. Gesünder ernähren (51%)
  6. Abnehmen (35%)
  7. Sparsamer sein (31%)
  8. Weniger fernsehen (18%)
  9. Weniger Handy, Computer, Internet (16%)
  10. weniger Alkohol trinken (14%)
  11. Rauchen aufgeben (10%)

Gründe für die guten Vorsätze

Wieserfolgreicher Start eines Change Management – Reallität oder gute Vorsätze?o überhaupt die guten Vorsätze zum Jahreswechsel, wenn doch theoretisch jeder andere Tag im Jahr genauso gut geeignet wäre? Wie man am Muttertag sieht: Rituale helfen dabei, Dinge nicht zu vergessen.

Was aber genau wird in der Realität aus den guten Vorsätzen? Es ist dann doch so, wie mit der Dankbarkeit gegenüber Müttern, sie wird doch vergessen. Liegt dies wirklich an mangelndem Willen?

Bereits in einem vorherigen Blogbeitrag ging es darum, wieso es menschlich ist, dass es uns unglaublich schwer fällt, Dinge zu verändern.

Was also kann uns helfen, zumindest einige der guten Vorsätze erfolgreich umzusetzen?

Vorsatz: Erfolgreicher Start eines Change Management

Keine Sorge, dies ist keine Sammlung von Kalendersprüchen, Durchhalteparolen und Biertheken-Soziologie, es sind Tipps, die wirklich helfen. Sie geben einen kleinen Teil der Antwort auf die Fragen, die Frameworks wie ITIL, Prince2 oder COBIT offen lassen, auf das „WIE?“. Und sie sind deshalb besonders wichtig für alle in der IT, weil wir besonders vielen Änderungen gegenüberstehen und ständig gezwungen sind, uns zu ändern, egal ob wir uns das vorgenommen haben oder nicht. Letztlich reden wir bei guten Vorsätzen von nichts anderem als dem Plan, das eigene Verhalten erfolgreich zu verändern und sind wieder beim Thema „Change“.

Für die Motivation ist es natürlich besser, sich selbst Vorsätze zu fassen, und diese idealerweise auch erfolgreich umzusetzen. Vielleicht helfen folgende Vorschläge dabei:

  1. Es gilt, die eigenen Ziele zu konkretisieren, nicht schwammig zu formulieren und aufzuschreiben, anstatt sie nur verbal zu äußern.
  2. Ebenfalls hilft es, dieses formulierte Ziel öffentlich zu machen, um sich ein wenig unter Zugzwang zu setzen. Und wenn man schon dabei ist zu verschriftlichen, hilft gerade im Berufsalltag ein Projekttagebuch, in dem man Erfolge und Misserfolge formuliert und festhält, um für die Zukunft daraus lernen zu können.
    Also: sowohl in Richtung Management als auch in Richtung Mitarbeiter und Kollegen offen kommunizieren, welche Themen angepackt werden und den Weg zum Ziel regelmäßig dokumentieren.
  3. Wichtig ist, bei den Zielen realistisch, vielleicht sogar bescheiden zu sein. Unrealistische Ziele stellen keine Herausforderung dar, sondern schrecken ab. Darüber hinaus sollten kleine Misserfolge mit einkalkuliert sein und nicht zum sofortigen Abbruch aller Pläne und totaler Resignation führen.
  4. Verbündete zu haben hilft ebenfalls, was man am Erfolg von Abnehmgruppen wie „Weight Watchers“ erkennen kann. Auch innerhalb der IT steht man als Einzelkämpfer oft auf verlorenem Posten, in vielen Unternehmen gilt dies beispielsweise für Security Manager, deren Thema wegen mangelnder Unterstützung oft ein Nischendasein führt.
  5. Zu guter Letzt ist es das Handling der „Kleinigkeiten“, das extrem viel ausmacht. Setzen Sie die richtigen Prioritäten, denn weniger kann mehr sein. Nicht jedes Thema muss von Ihnen persönlich angefasst werden. Kümmern Sie sich lieber umgehend um die Kleinigkeiten, die definitiv von Ihnen erledigt werden müssen und die sich nur ansammeln, wenn sie nicht sofort erledigt werden. Egal ob es die saubere Beschriftung eines Servers ist, die Datenpflege im Asset Management, die Dokumentation eines neuen oder veränderten Prozesses, oder der Rechteentzug eines Mitarbeiters, der das Unternehmen verlassen hat – gerade solche „lästigen Pflichten“ aus dem Bereich Formalitäten sammeln sich gern an und werden dann noch weniger gern bearbeitet, weil sich inzwischen ein ganzer Haufen angesammelt hat.
  6. Fokussieren Sie sich dennoch auf diese kleinen, aber wichtigen Dinge.

Daraus ergibt sich in letzter Konsequenz, dass Sie die kleinen Schritte zur Änderung machen, anstatt mit dem großen Knall die Verhaltensänderung einzuläuten. In Anglizismen formuliert: „Baby Steps statt Big Bang!“. Im 80er-Jahre-Erfolg „Momo“ gab es Beppo, den Straßenkehrer, der auch nie an die ganze Straße dachte, sondern immer nur an den nächsten Schritt, den nächsten Besenstrich.

Wem dieser Vergleich nicht IT-lastig genug ist, der sollte den SCRUM-Grundgedanken verinnerlichen, denn die offene Kommunikation von Misserfolgen, das Denken in kurzfristigen und realistisch erreichbaren Zielen hilft bei einem erfolgreichen Change Management – egal ob es um ein größeres Projekt geht oder die Veränderung des eigenen Verhaltens im Alltag.

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Kategorie: ITSM | Schlagwörter: , , , | Kommentare: 0

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