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< Beitrag von Jens Zange

Dieses Weihnachtsfest wird Ihnen präsentiert von… ITIL

Natürlich ist dies nicht möglich, da ITIL selbst keine Werbung in eigener Sache macht. Das wäre Aufgabe der OGC, der itSMF, Axelos oder der GEZ.

Einerseits pochen wir auf Work-Life-Balance, andererseits können wir uns doch selbst so schwer von der Arbeit trennen. Sollten auch Sie dazu gehören und selbst am Fest der Liebe, in den Weihnachtsferien, nicht anders können und an die Arbeit denken: Dies ist die offizielle Ausredensammlung für den Rest der Familie, denn: Sie hatten keine andere Wahl!


Die Fernsehsender haben Sie quasi GEZWUNGEN, an dienstliche Themen zu denken. Schauen wir uns doch einfach das Fernsehprogramm für die Feiertage an:

24-12-Abend

Quelle: http://www.tvtv.de/

Heiligabend, Vormittag, 10:30 Uhr, der Baum ist aufgestellt und wartet auf die Dekoration.  In der ARD läuft: „Der kleine Lord“.

Direkt zum Start kommt die klarste Botschaft überhaupt: „Kommunikation ist alles“. Denn nur wegen seiner unbewussten sozialen Kompetenz setzt sich der kleine Cedric, bzw. Lord Fauntleroy, in einem fremden Land mit fremder Kultur und gegenüber seinem skeptischen Großvater durch.
Dank eines hervorragenden Compliance Managements eines Gemüsehändlers kann sogar die Erbschleicherin überführt werden.

Heiligabend, Nachmittag, 18:25 Uhr, der Baum ist geschmückt, der Bauch ist voll, die Geschenke sind übergeben. Kabel1 zeigt: „Gremlins – kleine Monster“.

Wie oft hören wir den Satz: „Wir haben Prozesse – aber Sie werden nicht gelebt!“? Jeder von uns hat wohl inzwischen gelernt: Wenn dir ein kauziger Chinese ein paar Verhaltensregeln für knuffige Zottelamöben auf den Weg gibt, dann halte sie um jeden Preis ein! Als das Kind in den Brunnen fällt, bzw. Gizmo mit Wasser in Berührung kommt, ist von Continuity Management keine Spur! Skandalös.

Heiligabend, Abend, 20:15 Uhr, die Familie bereitet sich auf den jährlichen Kirchgang vor, zur Einstimmung läuft zuverlässig auf Pro7: „Stirb Langsam 2“.

Oh Bruce, unser Weltenretter im Feinripp-Unterhemd! Wie oft haben wir dich herbeigewünscht! Denn auch wir benötigen jemanden, der die Löcher in unserem Access Management derart rigoros stopft und aufräumt, wie du es tust. Zu Recht! Denn wie leicht hier physischer Zutritt zu wichtigen Bereichen und auch virtueller Zugriff auf Systeme möglich ist, lässt jeden von uns erschauern.

1. Weihnachtsfeiertag, Abend, 21:55 Uhr, der Familienbesuch ist auf dem Heimweg, man ist noch gesättigter als am ersten Tag und Sat1 zeigt: „Hangover“.

Auf welcher Seite im Notfallkonzept findet sich das Vorgehen für „Tiger im Badezimmer“? Wahrscheinlich ist es sinnfrei zu suchen, trotzdem amüsant zu beobachten, was passiert, wenn sich niemand als Incident Owner verantwortlich fühlt, eine klare Strategie vorgibt und nicht die naheliegenden Orte nach dem Bräutigam abgesucht werden, sondern die halbe Stadt abgegrast wird. Definitiv unterhaltsam für den Zuschauer, auch wenn man am Information Security Management zweifeln muss, wenn am Filmende JEDER die eigentlich geheimen Bilder zu sehen bekommt.

2. Weihnachtsfeiertag, Abend, 23:50 Uhr, zum Abschluss der Feiertage Füße hochlegen, gute Vorsätze für 2015 formulieren und nebenbei ZDF schauen: „James Bond 007. Im Geheimdienst Ihrer Majestät“.

George Lazenby zum ersten und letzten Mal als Bond, Kojak ohne Lolli als Bösewicht und ein Titelsong von Louis Armstrong. Das allein ist Gesprächsstoff genug, aber aus ITIL-Sicht zeigt Bond feinstes Problem Management, als er direkt zu Beginn die Spielschulden der Contessa begleicht, ohne die Gründe für diese zu recherchieren – es geht ihm einzig allein um guten Service (inkl. der Aussicht zur Belohnung, die Nacht mit ihr zu verbringen).
Dass Frauen denken, sie würden einer Allergietherapie unterzogen, stattdessen aber darauf getrimmt werden, auf ein Funksignal hin Krankheitserreger zu verbreiten, klingt diabolisch, aber nebensächlich – denn das dilettantische Release and Deployment Management lässt Bond schlussendlich erneut als Helden dastehen.

 

Sollten Sie die vorangegangenen Zeilen ernst genommen und das Augenzwinkern übersehen haben, dann haben Sie sich Ihren Urlaub DEFINITIV verdient.
Darüber hinaus erteilen wir Ihnen für Silvester Fernsehverbot, wünschen Ihnen angenehme Feiertage und freuen uns, wenn Sie 2015 wieder als Leser zurückkommen, denn auch dieser Blogbeitrag wurde präsentiert von… ITIL!

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