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< Beitrag von Jens Zange

ITSM-Berater – die digitalen Esoteriker des Hier und Jetzt

In unserem Herzen sind wir alle Nerds – der Eine mehr, der Andere weniger. Wir sind geprägt von Nintendo, IBM, Microsoft und Apple, denken in Apps und lesen eBooks. Unsere gemeinsame DNA hat nichts mit X und Y zu tun, sondern mit 1 und 0 und scheint damit deutlich weniger kompliziert, als die Forschung von Mendel.

Gleichzeitig ist dies jedoch das Grundproblem eines jeden ITSM-Beraters.

In Einsen und Nullen zu denken, entspricht einer Schwarz/Weiß-Wahrnehmung, die bei vielen Themen hervorragend funktioniert.
Ein Hardwarelieferant kann seine Ware ausliefern oder nicht, es können die korrekten Artikel sein oder nicht, sie können beschädigt sein oder nicht,…
Wenig Raum zwischen Ja und Nein, hier funktioniert Schwarz und Weiß bestens.

Da wir allerdings alle technikaffin sind, wissen wir auch, dass im RGB-Farbspektrum zwischen Schwarz (RGB 0,0,0) und Weiß (RGB 255,255,255) folgender Bereich liegt:

RGB

Und genau das repräsentieren wir als ITSM-Berater.

Mehrwert zwischen Schwarz und Weiß

Wir gehen in die Zone zwischen Schwarz und Weiß. Die erste Herausforderung ist, zu erklären, dass zwischen diesen beiden Extremen nicht nur „Grau“ liegt, sondern eine breit gefächerte, sehr bunte und vielfältige Welt. Bunte Welt? Regenbogenfarben? Die Kollegen beginnen die Stirn zu runzeln, suchen bereits mit einem Blick aus dem Fenster auf dem Firmenparkplatz nach einem bemalten VW-Bus.

Dies ist die Wahrnehmung, wenn man den Mehrwert von Rollen und Verantwortlichkeiten, Kommunikation und Motivation herausheben möchte, statt stetig auf staubige Prozesspapiere und sperrige Tools zu verweisen. Spätestens sobald man davon spricht, die Menschen „mitnehmen zu wollen“, summen die ersten Gesprächspartner leise im Kopf Hippie-Hymnen.

Und hier liegt die Ironie, denn eine der Hippie-Hymnen schlechthin ist „If you’re going to San Francisco“. Wenn ich dorthin gehen würde, was finde ich dort?
Silicon Valley – die Welt der Unternehmen, die uns die Nullen und Einsen gebracht haben!

Bevor wir auf Fachebene tätig werden können, müssen wir unseren eigenen Mehrwert verkaufen, ohne dabei als blumenliebende Weltverbesserer gesehen zu werden.

Ist dies so? Sind Hippies wirklich notorische Kriegsgegner, naiv, weltfremd, ständig high, esoterisch und ökologisch bis zum letzten Birkenstock? Die 68er-Generation war neben einer Friedensbewegung dafür verantwortlich, dass die Gesellschaft emanzipierter wurde, eine allgemeine Liberalisierung stattfand, ein sozialer und kultureller Paradigmenwechsel ….und schon schließt sich doch der Kreis zum Thema ITSM.

Denn genau eben jener Kulturwandel ist dringend nötig und allzu oft einer der kritischen Erfolgsfaktoren bei Prozesseinführungen/-optimierungen und ITSM-Projekten.

Deshalb geht der Appell an alle ITSM-Berater, die mit Herz ihr Thema lieben:
„Seid bunt! Seid anders! Und weckt den Hippie in euch!“
Denn woher leitet sich „Hippie“ ab? Vom englischen Wort „hip“ und das bedeutet nichts anderes als „angesagt sein“ und das Thema ITSM ist angesagter denn je.
Die Gründe dafür in die Schwarz/Weiß-Köpfe der uns umgebenden Nullen und Einsen zu bekommen, ist unser heiliger Gral. Die Suche nach dem Gral erfordert Hingabe. Zeigt diese Hingabe offen, denn:

„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ ~ Margaret Meade

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Kategorie: ITSM | Schlagwörter: , | Kommentare: 0

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