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< Beitrag von Christoph Förster

Migration auf ein neues Oracle Database-Release

Immer wieder stoße ich auf die Frage „Wie migriert man richtig (und supported) auf ein neues Oracle Datenbank-Release?

Im Folgenden stelle ich die möglichen Wege der Migration kurz dar.

Check Support-Matrix:

Zuerst ist über die Oracle-Homepage die Support-Matrix zu prüfen, d. h. ob die neue Oracle-Version überhaupt auf dem Betriebssystem betrieben werden kann (Link: Oracle Support-Matrix – hierfür ist ein Zugang zu support.oracle.com nötig).

Des Weiteren muss geklärt werden, ob die Datenbank migriert werden kann. Dazu gibt es von Oracle ein Tool, welches bei jeder Software-Installation unter $ORACLE_HOME/rdbms/admin/ zu finden ist:

Dieses Script sollte vorab auf der alten Datenbank gestartet werden, um zu sehen, ob alle Parameter, Tablespaces etc. für das neue Release ok sind.

Oracle bietet grundsätzlich mehrere Wege, um eine Datenbank zu migrieren. Dabei ist es unerheblich, ob man das Release oder das Betriebssystem wechseln will.

Upgrade-Assistant:

Zuerst steht der Upgrade mittels Database Upgrade Assistant (dbua) auf der Liste. Es ist der bevorzugte Weg von Oracle, eine Datenbank upzugraden.
Dazu benötigt man nur eine Installation des neuen Oracle-Releases (Software only) und startet aus dem Startmenü (bei Windows) oder per CommandLine (bei Linux/Unix) den dbua und wird grafisch durch den Upgrade der Datenbank geführt. Hierzu muss ein Backup vorliegen, damit man im Falle eines Falls zurück kann.

Manuelles Upgrade:

Außerdem gibt es den Weg des manuellen Upgrades mittels Script.

Dabei wird eine Installation des neuen Oracle-Release (Software only) benötigt. Nach der Installation kann man die Datenbank in der Quell-Installation runterfahren (shutdown immediate) und die DB-Files ggfs. kopieren. Man kann auch die Daten-Files am Quell-Standort benutzen, sollte dann aber ein Backup parat haben, falls was schief geht. Nun wird  die Datenbank mittels „startup upgrade“ (nachdem die init.ora, password-File, etc. entsprechend vorbereitet wurden) gestartet. Dann setzt der Upgrade-Prozess ein:

Nachdem dies sauber gelaufen ist, wird das Upgrade überprüft:

Wenn dort kein Fehler auftaucht, kann der Upgrade-Prozess mittels

beendet werden.

Zum Schluss noch ein

zum Recompile aller Objekte.

Am Ende sollte geprüft werden, ob alles sauber durchgelaufen ist und keine invaliden Objekte vorhanden sind:

Export/Import:

Der dritte Weg ist der Weg über einen Export/Import.

Hierbei wird die Quell-Datenbank mittels expdp (Export DataPump) exportiert und auf der Ziel-Datenbank mittels impdp (Import Datapump) wieder importiert.

Der Vorteil ist hierbei, dass ein OS-Wechsel möglich ist.

Ich empfehle dringend nur expdp/impdp zu nutzen, da exp/imp von Oracle nicht mehr unterstützt werden und auch nicht alle Datentypen exportieren können (es fehlen z.B. alle Tabellen, die den Type LONG enthalten).

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Kategorie: Oracle-Database | Schlagwörter: , | Kommentare: 0

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